Während der Wechseljahre wurde meine Haut so trocken und dünn. Es fühlte sich nicht mehr wie meine Haut an.
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Unsere Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Sie schützt uns, nimmt Reize wahr und spiegelt oft wider, wie wir uns fühlen. Hormone spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wenn sie im Gleichgewicht sind, funktioniert die Haut optimal. Doch sobald sie schwanken – etwa während der Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahre – kann die Haut plötzlich ganz anders reagieren.
Wie Hormone die Haut beeinflussen
Hormone sind chemische Botenstoffe, die Funktionen im gesamten Körper regulieren. Während der Wechseljahre sinken die Hormonspiegel stark ab, und der Östrogenspiegel schwankt erheblich, was sich direkt auf die Haut auswirkt. Einige Hormone, die in dieser Phase häufig Veränderungen hervorrufen:
- Östrogen und Progesteron
Diese Hormone unterstützen die Kollagenbildung, die Elastizität und die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Innerhalb von fünf Jahren nach der Menopause kann die Haut bis zu 30 % ihres Kollagens verlieren. - Testosteron (Androgene)
Durch das veränderte Gleichgewicht zwischen Östrogen und Testosteron kann die Haut manchmal fettiger werden und zu Akne neigen. - Cortisol (Stresshormon)
Während der Wechseljahre können veränderte Hormonspiegel mit einem erhöhten Stresslevel einhergehen. Dies führt zu einem Anstieg des Cortisolspiegels, der die Hautbarriere beeinträchtigen und Entzündungen verschlimmern kann. Viele Frauen berichten in dieser Zeit, dass Stress ihre Hautprobleme sichtbar verschlechtert. - Schilddrüsenhormone
Probleme mit der Schilddrüse treten bei Frauen in den Wechseljahren häufiger auf. Dies kann Hautveränderungen wie Trockenheit oder eine dünnere Haut verstärken.
Hormonelle Hautprobleme im Alltag
Während der Wechseljahre kann sich die Haut ganz anders verhalten. Hormonelle Veränderungen äußern sich oft in Beschwerden wie:
- Akne: Durch das veränderte Hormonverhältnis kann Akne erneut auftreten, selbst wenn man zuvor keine Probleme mehr damit hatte.
- Trockenheit und Erschlaffung: Typisch bei einem Rückgang des Östrogens in der (Peri-)Menopause.
- Rötungen und Entzündungen: Ein häufiges Problem in der (Peri-)Menopause, verursacht durch den Rückgang von Östrogen, das Kollagen und Elastizität unterstützt.
- Pigmentierung (Melasma): Obwohl Melasma oft während der Schwangerschaft oder bei der Einnahme der Pille auftritt, kann auch der Wechsel durch veränderte Östrogenspiegel in Kombination mit Sonnenlicht dazu beitragen.
- Verschlimmerung von Ekzemen oder Rosacea: Einige Frauen bemerken, dass diese Beschwerden während der Wechseljahre stärker werden. Weitere Forschung ist jedoch nötig, um diesen Zusammenhang besser zu verstehen.
Meine Haut wurde plötzlich so empfindlich. Ich musste alle Produkte neu ausprobieren, um etwas zu finden, das funktioniert.
Was können Sie selbst tun?
Lebensstil
- Ernährung: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Antioxidantien, Vitamin C und E sowie Omega-3 kann unterstützend wirken, auch wenn die wissenschaftlichen Beweise begrenzt sind.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung hilft, Stress zu reduzieren und die Durchblutung zu fördern.
- Schlaf: Ausreichender Schlaf ist notwendig für die Regeneration und Hormonbalance.
Hautpflege
- Wählen Sie milde Reinigungsprodukte und feuchtigkeitsspendende Cremes mit Hyaluronsäure oder Ceramiden.
- Bei Akne können Inhaltsstoffe wie Salicylsäure, Benzoylperoxid oder Niacinamid hilfreich sein.
- Schützen Sie Ihre Haut täglich vor der Sonne, um vorzeitige Hautalterung und Pigmentierung zu vermeiden.
Stressmanagement
Viele Frauen berichten, dass Yoga, Meditation oder Atemübungen helfen, Stress zu reduzieren, was sich positiv auf die Haut auswirkt.
Medizinische oder professionelle Hilfe
- Dermatologische Behandlungen wie Laser, Peelings oder Microneedling können unterstützend wirken, wobei die Ergebnisse von Person zu Person variieren. Die wissenschaftliche Grundlage basiert oft auf kleineren Studien.
- Hormontherapie (HRT) wird manchmal unter ärztlicher Aufsicht verschrieben, um Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Ein positiver Nebeneffekt kann eine Verbesserung der Haut sein.
- Kleine Studien zeigen, dass Hormoncremes (für die Haut) die Hautelastizität verbessern können. Es fehlt jedoch an groß angelegten Beweisen, und die Anwendung sollte stets unter medizinischer Aufsicht erfolgen.
Gute Hautpflege macht den Unterschied
Hormone beeinflussen Ihre Haut stärker, als Sie vielleicht denken. Einige Veränderungen sind vorübergehend, andere dauerhaft. Durch eine gute Hautpflege, einen gesunden Lebensstil und gegebenenfalls professionelle Unterstützung können viele Beschwerden gelindert werden. Die Wirkung kann jedoch individuell unterschiedlich sein.
Ich dachte, ich könnte nichts dagegen tun. Aber mit der richtigen Pflege merke ich, dass sich meine Haut doch erholt.
Behandlungen bei Wechseljahresbeschwerden
Ergänzungen und Hormontherapie (in Kombination mit anderen Wechseljahresbeschwerden) können helfen, Haut und Gesundheit während der Wechseljahre zu unterstützen. Finden Sie heraus, welche Behandlungen Ihre Beschwerden lindern können.
Wer ist Lia van Pruijssen?
Lia van Pruijssen ist Hautexpertin und Dermalogica-Spezialistin mit 25 Jahren Erfahrung. Sie begleitet Frauen in den Wechseljahren zu einer gesunden, strahlenden Haut. Ihre Ratschläge und Behandlungen basieren auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und sind nachweislich wirksam. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit kann sich die Haut anpassen und sogar verjüngen.
Linderung Ihrer Beschwerden in den Wechseljahren
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7 Quellen
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